Pantheon
Galerie im Stadtspeicher Jena | 13. Juni - 18. Juli 2015

Die Todessehnsucht war und ist ein wesentliches Element der Romantik. In Abgrenzung zu Klassik und Rationalismus erfolgt eine Abkehr vom Lichten und Klaren hin zum Dunklen und Rätselhaften.

Wir wissen nicht, was uns nach dem Tod erwartet, doch erscheint er uns zuweilen als Erlösung von den Zumutungen des In-die-Welt-Geworfen-Seins. Bestenfalls akzeptieren wir ihn als Übertritt ins Unbekannte, den wir – anders als bei unserer Geburt – im Bewusstsein unseres gelebten Lebens wahrnehmen können.

Auch ich habe keine Vorstellung von der Daseinsform nach dem Tode, sehe aber eine visionäre Qualität darin, nach meinem Ableben zu Asche verbrannt und zu einem Plattenspieler-Diamanten komprimiert zu werden. Auf diese Weise kann ich im Gehäuse des Pantheon-Modelles meinen Dienst tun und als Tonquelle weiter leben.