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Vier Säulen, 1988
Pausenhalle der Körnerschule Linz

Säulen aus der Jahrhundertwende entlehnt, Edelstahl, Eisen sandgestrahlt und verzinkt, Beleuchtung.

Die Idee, einen Abriss der neueren Architekturgeschichte als „Kunst am Bau“ vorzuführen, bot sich gerade für die Körnerschule an: Das Gebäude von Julius Schulte gilt selbst als zitierende Architektur und belegt durch den geplanten Neubau den Wechsel verschiedener Stile. Diese bereits an der Aussenhaut sichtbare Tatsache verlangte nach einer thematischen Fortführung im Inneren …
Die Größe der neu geschaffenen Pausenhallen im Altbau forderte eine räumliche Gliederung, die durch je zwei Säulen (im Erdgeschoss und im 2. Obergeschoss) erreicht wird. Die an der Stelle der früheren Gewölbebögen postierten Säulen reminiszieren den Zustand der Entkernung und Revitalisierung und schaffen Orte zum Verweilen.
Die Säulen im Erdgeschoss zitieren Klassizis­mus und Industriearchitektur und fungieren im relativ dunklen Raum als Beleuch­tungs­­körper, während die im 2. Oberge­schoss befindlichen Säulen – Zitate des Jugendstils Otto Wagners und Josef Hoffmanns – als Blumen­behälter konzipiert sind.
Architekt: DI Erich Weismann, Linz
Bauleitung Säulen: N.W.Hinterberger